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weinberghäusle ks13

Das 1924 im Heimatstil erbaute Einfamilienhaus inmitten des städtischen Weinbergs in Stuttgart wurde vollständig kernsaniert. Das Konzept sah einen behutsamen und respektvollen Umgang mit der historischen Substanz vor. Die sorgfältig ausgewählten Materialien sind authentisch, zurückhaltend und hochwertig. Sie unterstreichen den eigenständigen Charakter des Hauses.

Die Hüllfläche des Gebäudes wurde mit einer Zellulosedämmung in einer Vorsatzschale gedämmt und die traditionelle Rundschindelfassade wurde erneuert.  Am Dach wurde ebenfalls neu gedämmt und  wieder mit Biberschwanzziegeln eingedeckt. Neue, nach altem Vorbild mit Leinölfarbe gestrichene Holzsprossenfenster genügen höchsten Ansprüchen.

Der Terrassenanbau mit darunter liegendem Raum musste erneuert werden und bietet heute  ein zusätzliches Gästebad.  Die neue Fußbodenheizung auf drei Etagen bietet hohen Wohnkomfort. Die Grundrisse blieben weitgehend unverändert.  Das bisher nicht wirklich ausgebaute 2. Dachgeschoss wurde durch den Einbau eines großen Lamellendachfensters,  welches  in der Außenansicht die Proportionen der historischen Sprossenfenster aufnimmt, aufgewertet. Durch dieses Fenster bietet sich ein herrlicher Panorama-Fernblick ins Neckartal.

Alte Einbauten und Elemente wie ein Terrazzoboden oder altes Holzwerk wurden sorgfältig restauriert. Handwerklich gestalteter, schlichter Kalkputz und ein Farbkonzept basierend auf Pigmentfarben prägen die Räume. Alle Böden wurden mit raumlangen Douglasiendielen  aus dem Schwarzwald belegt. Die Materialien für Küche und Bäder sind schlicht und gleichzeitig originell: Spachtelböden, Linoleumfronten und heimischer Muschelkalk in der Küche, fugenlose Oberflächen, Teak und Altholz in den Bädern. Die Einbaumöbel sind für eine lange Nutzung konzipiert und, wo möglich, aus Massivholz.

Die wohlüberlegte Mischung aus Alt und Neu erzielt eine warme und vollkommen zeitlose Ausstrahlung.

Im Außenbereich wurden die alten Weinbergmauern saniert und mit antikem Buntsandstein aus dem Neckarraum ergänzt. Eine Frühstücks- und zwei Aussichtsterrassen wurde noch hinzugefügt. Gestaltungselemente wie geschmiedete Schmuckgeländer wurden aufgearbeitet und angepasst.

Baujahr 2014

 

 
 
     
     
     
     
     

Projektleiter: M. Haug